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Auch meine liebe Frau musste ins Krankenhaus - Balu nicht ganz unbeteiligt

Details

21.05.2015 Nur noch ein Tag bis zum Geburtstag meiner Frau und weil sie dort ihre Abteilung zu einem kleinen Grillevent eingeladen hatte, liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. 3 verschiedene Grillgerichte sollte es geben von 3 Sportgeräten und natürlich Salat, Baquette usw.
Wir hatten extra ein wenig eher Feierabend gemacht, um dann schon mal Sachen vorzubereiten. Das wichtigste, Fleisch würzen und vakuumieren, war schnell erledigt. Danach noch ein bißchen Gemüse schnippeln und die Terasse vorbereiten. So sind wir erst gegen 19:00 Uhr zum Gassi aufgebrochen.

Knapp die Hälfte der Strecke hatten wir schon absolviert, als uns eine Frau mit 2 Hunden, beide etwas kleiner als Balu, entgegen kam. Die drei treffen wir relativ selten, aber es läuft immer gleich ab. Kaum sehen uns die Hunde spielen sie verrückt. Bellen, Leine ziehen (Flexleine), also das volle Programm. Frauchen weicht dann immer aus und geht einen sehr großen Bogen über eine Wiese, aber ihre Hunde geben erst Ruhe, wenn wir außer Sicht sind. Und Balu? Dem sind die beiden völlig egal. Er zieht nicht, bellt nicht, guckt nicht. Er macht das, was er immer macht: pinkeln und schnüffeln.

Da Balu so völlig desintressiert war, haben wir auch nichts gemacht. Balu war an der Schleppleine und so 7-8 m vorraus. Tine hatte die Schleppleine zur Sicherheit in der Hand. Die drei waren schon gut 70 m an uns vorbei und bereits von der Wiese wieder auf den Weg, als die Frau plötzlich laut rief. Einer ihrer Hunde hatte sich aus dem Geschirr befreit und rannte auf uns zu. Ich reagierte sofort und wirbelte rum und ging dem Hund entgegen, um ihn aufzuhalten. Bisher musste ich so etwas schon ein paar mal machen und so weiß ich genau, was ich machen muss, damit die Hunde nicht an mir vorbeikommen. Und auch diesmal stoppte der Hund wenige Meter vor mir. Ich war etwas verblüfft, als Balu plötzlich neben mir auftauchte und den anderen direkt mal richtig anknurrte. Die Gefahr war noch nicht gebannt. Endlich drehte der Hund ab und die Frau rief: Ihre Frau ist hingefallen.

Ich drehte mich um, und sah meine Frau regungslos am Boden liegen. Was war passiert? Balu und ich rannten schnell zu Tine. Ich sprach sie an, leider keine Reaktion. Auch beim wiederholten Ansprechen kam nichts. Ich bekam Panik. Sie reagierte nicht und auch als ich sie leicht rüttelte, passiert nichts. Endlich ein leichtes röcheln. Es kam wir vor wie Stunden auch wenn es nur Minuten waren. Endlich war meine Frau halbwegs ansprechbar. Die andere Frau stand immer noch weit weg von uns und hatte alle Hände mit Ihren Hunden zu tun. Sie erkundigte sich, ob alles gut ist.
Meine Frau meinte, es wäre alles gut und die Frau ging dann auch mit ihren Hunden weg. Tine wollte weiter, aber sie wangte und ging alles, nur nicht geradeaus. Für mich war klar: Wir müssen ins Krankenhaus. Also "befahl" ich meiner Frau, sich auf die Bank zu setzen (die glücklicherweise keine 5 m von uns entfernt war) und auf mich zu warten. Balu blieb als Beschützer.
So richtig wohl war mir nicht, Tine alleine zu lassen, aber welche Option hatte ich? Krankenwagen? Ich entschied mich, so schnell es ging nach Hause zu laufen und das Auto zu holen. Also rannte ich los. Balu hörte ich bellen, aber ohne umzudrehen lief ich so schnell es ging. Schnell kam das Seitenstechen und auch der Muskelkater von vor einer Woche, als ich wegen meinem Vater schon einmal schnell nach Hause rennen musste. Ich ignorierte beides und rannte immer schneller. Ich weiß nicht, wie lange ich gebraucht habe, aber schneller bin ich wahrscheinlich noch nie gelaufen. 187PS brachten mich dann sehr schnell zurück nach Tine. Sie saß dort noch und sie konnte zumindest wieder deutlich sprechen, aber sie sah übel aus. Einige Schürf und Brandwunden. Also so schnell es geht ins Krankenhaus und zur Aufnahme. Als wir die Story geschildert hatten, hieß es wieder warten. Nach endlosen Minuten kam endlich ein Arzt, also die Geschichte nochmal erzählt. Schon als ich bewußtlos erwähnte, sagte er, das meine Frau über Nacht dort bleiben muss zur Beobachtung. Außerdem sollten noch ein paar Röntgenaufnahmen gemacht werden. Meine Frau war kreidebleich. Und das hatte weniger mit den Unfall zu tun, sondern vielmehr mit dem Geburtstag am nächsten Tag. Was wird aus der Feier? Meine Frau hatte sich so drauf gefreut. Und den Tag danach wollten wir zum Wurftreffen von Balus Kindern.

Ich furh erstmal nach Haue und suchte ein paar Klamotten für meine Frau zusammen. Was als Mann ja gar nicht so einfach ist. Woher soll ich wissen, wo meine Frau ihre Socken, ihre Unterwäsche usw.  versteckt? Immerhin wusste ich wo ihr Ipad, Ladekabel und sonstiges wichtige Elektrotecknik war. Also packte ich die auch mal direkt ein :-) Nachdem ich alle Schubladen durchwühlt hatte, fand ich auch mehr oder weniger alles was mir wichtig erschien. Wirklich vergessen hatte ich nichts, eher zuviel eingepackt. Um 21 Uhr war ich wieder dort. Tine war schon auf einem Zimmer. Sie war am Boden zerstört, dass sie da bleiben musste, aber es war das Beste und Sicherste. Ich ging dann noch zu einer Krankenschwester und bat um etwas zu Essen für meine Frau, denn bis auf ein paar Brote am Mittag hatten wir noch nichts. Ich hatte mittlerweile auch wirklich Hunger. Wir wollten eigentlich nach dem Gassi eine Kleinigkeit grillen :-(

Wir besprachen noch kurz, was wir jetzt machen sollten. Schnell stand fest, Balus Wurftreffen müssen wir schweren Herzens absagen. Die Feier stand auch auf der Kippe, zumal ich  es alleine unmöglich schaffen konnte, noch alles vorzubereiten. Erste Idee, nur eine Sache grillen. Blöd daran war, dass wir ja schon alles da hatten und der Kühlschrank schon aus allen Nähten platzte. Wir wussten ja auch leider nicht, ob Tine dann raus durfte und wenn, wann das sein wird. Ohne richtige Entscheidung bin ich um kurz vor 22 Uhr gefahren. Ich habe natürlich zuerst noch gegrillt, denn ich hatte wirklich großen Hunger und dann ging es auch schon ins Bett.

Tine hatte mir noch geschrieben, dass sie auch total müde wäre. Tabletten undTropf sei dank, schlief sie schnell ein.

Fortsetzung folgt....

   
   

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© Thomas Schmidt