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100 km, 21 Stempelstellen, 69 Geocaches in 5 Tagen im Harz! 2. Tag

Details

Geplant war für heute eigentlich die längste vorbereitete Wanderung bei Ilsenburg, aber da heute der wärmste Tag zu werden drohte und ich meinen Geburtstag langsam angehen lassen wollte, haben wir auch hier umgeplant.

Also ging es nach einem guten Frühstück mit dem Auto nach Bad Harzburg. Auf dem Weg dorthin lauschten wir wieder den Erlebnissen von Hape auf seiner Camino Wanderung...

Ich hatte uns eine Runde über 13 km ausgesucht.

Schon gleich zu Beginn ging es rauf zu einer Burg. Während viele andere Touris hier mit einem Sessellift hoch fuhren, sammelten wir auf dem Weg nach oben bereits den ein oder anderen Geocache ein. Oben angekommen hatte man einen wunderschönen Blick über den Ort und konnte an einem Restaurant gleich auch Stempelstelle Nr. 121 Aussichtsreich Burgberg mitnehmen. Von hier ging es dann bis zu den Rabenklippen, vorbei an einem Luchsgehege und auf der anderen Seite wieder zurück. Als nächste Stempelstelle kam Nr. 122 – Kreuz des Deutschen Ostens zusammen mit zehn Gedenksteinen rund um das markante über 17m hohe Kreuz. Sie sollen an Flucht, Tod und Vertreibung der Menschen erinnern und mahnen die heute Lebenden zur Versöhnung und rufen zur Ablehnung jeglicher Gewaltherrschaft auf!

Hier war sogar ein Kurzmulti versteckt.

Beim Luchsgehege angekommen, es war so gegen Mittag, hätten wir praktischerweise gleich auch etwas im Gasthaus Rabenklippe essen können, aber wir waren noch voll vom Frühstück. So stempelten wir hier nur die Nr. 170 Rabenklippen und liefen einmal am Luchsgehege vorbei. Ich glaube 8 Luchse leben dort im Augenblick. Erstaunlich war, dass Balu schon als wir von hinten drauf zu liefen etwas seltsam wurde. Ich würde sagen, er hatte etwas schiss. Schnüffelte als in der Luft herum und wollte nicht stehen bleiben. Ob er die Luchse schon gerochen hat und damit nichts anfangen konnte?!

So richtig gesehen haben wir leider keinen. Einer Lag an einem Baum und man könnte den Hinterkopf erahnen. Aber anscheinend war es denen auch zu warm, so dass sie sich irgendwo an einem lauschiges Plätzchen aalten.

Wir gingen also unsere Runde weiter bis wir zur Stempelstelle 169 Molkenhaus vorbei kamen. Auch das war eine bewirtschaftete Anlage, an der sich bereits jede Menge Wanderer, Ausflügler und Biker bei einem Bierchen oder anderen Getränken in der Sonne ausruhten oder etwas aßen. Richtig was los war hier.

Weiter ging es durch ein schöner Wälder zurück Richtung Bad Harzburg, vorbei an einem Kletterpark, einem Baumwipfelpfad und einem kleinen Kinder Märchen- und Spieleparadies.

Zurück am Auto hatten wir dann knapp 16 km auf dem GPS.

Wir führen wieder zurück nach Schierke und während dessen lauschten wir wieder Hape Kerkelings Berichten.

In Schierke angekommen war es Kaffeetrinkenszeit und so an meinem Geburtstag hatte ich schon irgendwie Bock auf Torte.

Also suchten wir ein Café und ich fragte, ob wir auch Kuchen mitnehmen könnten. Das war kein Problem und so stand wenig später ein Stück Erdbeer- und ein Stück Himbeertorte auf unserem Zimmer und zwei Milchkaffee von unserem Hotel. Lecker!!

Aber der Tag war ja noch relativ jung und ich schaute durch meine geplanten Wanderrunden und da war ja noch die kleine Wanderung zum Nachbarort Elend – 9 km, das sollte doch jetzt noch drin sein.

Es war recht warm, so dass ich mit kurzer Hose immer noch gut laufen konnte. Das erste Zwischenziel waren die Schnarcherklippen, gleichzeitig gab´s hier gleichnamige Stempelstelle 14. Die beiden rund 20 m voneinander entfernt stehenden und ca. 25 – 30 m hohen Felstürme der Schnarcherklippen werden gern erklettert und so trafen wir dort auch heute eine Gruppe, die sich dort zum Klettern tummelte. Eine Besonderheit der Klippen ist die Ablenkung der Kompassnadel aus ihrer Nordrichtung aufgrund des Vorkommens von Magnetit im Gestein. Ihren Namen erhielten sie, weil sie bei Wind eigenartige Geräusche erzeugen können. Dieses Schauspiel konnten wir aber nicht wahrnehmen...

Weiter ging es zum Barenberg und der selbigen Stempelstelle Nr. 20. Und von dort bis zum Orsteingang Elend. Ein Ortsbesuch war hier aber nicht mehr drin, dafür war es dann doch schon zu spät, also gingen wir auf der gegenüberliegenden Seite der Kalten Bode wieder zurück Richtung Schierke. Das Highlight dieser Wanderung kam aber jetzt erst. Die Elendsburg!

Die Elendsburg liegt etwas versteckt und leicht erhöht, ca. 700m flussaufwärts von Elend am Ufer der Kalten Bode auf einem freistehenden Felsen und ist natürlich leider keine richtige Burg mehr, sondern nur noch eine Burgruine.

An der Ostseite befinden sich aus dem Fels heraus gehauene Treppenstufen. Eine kleine Höhle befindet sich etwa 6 m unter dem Gipfel.

Man vermutet, dass es sich um eine kleine Schutzburg aus dem 12. Jahrhundert handelt. Es bedarf ein wenig Fantasie, um heute noch etwas von der Burg zu entdecken. Trotzdem ist die Elendsburg ein lohnendes Ausflugsziel. Die verschlungenen schmalen steilen Pfade dort Inkaufnahme und gerade auch wieder hinab haben schon wirklich Spaß gemacht. Wie gut, das auch hier oben ein Geocache versteckt liegt, sonst wären wir hier bestimmt nicht hergekommen :-)

Von diesem Erlebnis ging es weiter zur heute letzten Stempelstelle: Nr. 21 – Helenenruh Elend! Als wir dort ankamen, waren wir beide pitschnass geschwitzt, das waren schon nochmal ordentlich ein paar Höhenmeter, die wir hier erklommen haben. Ab hier war es dann fast nur noch ein Kinderspiel. 2 km hatten wir noch konnten wir jetzt noch relativ gemütlich laufen, bevor wir wieder auf unserem Zimmer waren.

Nun war es wieder mal höchste Zeit, uns auf Nahrungssuche zu begeben. Also haben wir uns schnelle frisch gemacht, um dann nach Braunlage zu fahren. Dort hatte ich Grimbart´s Steakhouse ausfindig gemacht, das sollte wir ein Geburtstagsabend essen doch genau das Richtige sein.

Das Steakhouse können wir wirklich uneingeschränkt empfehlen. Es war sehr lecker, schönes Ambiete und auch der Service war sehr freundlich. Zur Feier des Tages haben wir uns vorweg ein Spargelcremé Süppchen gegönnt und das war das leckerste, was ich je gegessen hab´. Steak haben wir beide zwar nicht gegessen, aber dafür es trotzdem reichlich und sehr lecker!

   
© Thomas Schmidt